Ich war immer "die Vergessliche". Die, die zu spät kommt, die Dinge verliert, die mitten im Satz den Faden verliert. Die zu emotional ist, zu impulsiv, zu chaotisch. Jahrelang habe ich gedacht, das bin einfach ich — eine Schwäche, ein Charakterfehler, etwas, das ich endlich in den Griff bekommen müsste.
Ich habe funktioniert. Ich habe kompensiert, mich angepasst, mich verbogen. Nach außen sah es oft gut aus. Innen war ich erschöpft.
„Mit der Diagnose fiel nicht mein Leben auseinander —
es fing an, Sinn zu ergeben."
Als ich spät die Diagnose ADHS bekam, war mein erster Gedanke: Warum hat das so lange gedauert? Mein zweiter: Wo sind die Frauen, die das kennen? Wo ist der Ort, der sich wirklich anfühlt wie für mich gemacht — nicht klinisch, nicht belehrend, sondern ehrlich und warm?
Ich habe ihn nicht gefunden. Also habe ich ihn gebaut.
Chaos.ADHS ist mein Herzprojekt. Ein Ort für Frauen zwischen 30 und 50, die sich fragen, warum das Leben sich immer so anstrengend angefühlt hat — und die jetzt endlich Antworten bekommen. Mit ehrlichen Texten, praktischen Werkzeugen und einer Community, die versteht.
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